veröffentlicht in Tipps, Wissenswertes am 07.07.2024

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) bietet Menschen die Möglichkeit, sich freiwillig in gemeinwohlorientierten Tätigkeiten zu engagieren und gleichzeitig wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Er wurde 2011 als Ersatz für den Zivildienst eingeführt und steht Männern und Frauen jeden Alters offen.

Was ist der Bundesfreiwilligendienst?

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Freiwilligendienst, bei dem sich Menschen für einen Zeitraum von in der Regel 6 bis 18 Monaten (maximal 24 Monate) in verschiedenen sozialen, ökologischen, kulturellen oder sportlichen Bereichen engagieren können. Ziel des BFD ist es, das freiwillige Engagement in Deutschland zu fördern und den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.

Für wen ist der Bundesfreiwilligendienst relevant?

Der BFD richtet sich an alle, die sich in einer gemeinnützigen Tätigkeit engagieren möchten, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Bildungsstand. Insbesondere bietet er:

  1. Schulabgängern: Die Möglichkeit, Wartezeiten auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz sinnvoll zu überbrücken.
  2. Berufseinsteigern: Praktische Erfahrungen und Orientierungshilfen für die berufliche Zukunft.
  3. Berufstätigen: Eine Auszeit vom Berufsleben, um neue Perspektiven zu gewinnen.
  4. Senioren: Eine Chance, sich nach dem Berufsleben weiterhin aktiv einzubringen.

Welche Einsatzbereiche gibt es?

Die Einsatzmöglichkeiten im BFD sind vielfältig und umfassen unter anderem:

  • Soziale Einrichtungen: Altenpflege, Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe.
  • Bildungseinrichtungen: Schulen, Kindergärten, Bildungszentren.
  • Kulturelle Institutionen: Museen, Theater, kulturelle Projekte.
  • Ökologische Projekte: Naturschutz, Umweltbildung, nachhaltige Landwirtschaft.
  • Sportvereine: Unterstützung bei Trainings, Veranstaltungen, Vereinsarbeit.

Wie beantragt man den Bundesfreiwilligendienst?

Die Bewerbung für den BFD erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Recherche und Auswahl: Informieren Sie sich über Einsatzstellen auf Portalen wie der Website des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) oder speziellen Plattformen für Freiwilligendienste.
  2. Bewerbung: Kontaktieren Sie die gewünschte Einsatzstelle direkt und bewerben Sie sich dort. Oftmals sind ein Motivationsschreiben und ein Lebenslauf erforderlich.
  3. Vertragsabschluss: Wenn die Einsatzstelle Sie annimmt, wird ein Vertrag zwischen Ihnen, der Einsatzstelle und dem BAFzA abgeschlossen.

Leistungen und Unterstützung

Während des BFD erhalten Freiwillige:

  • Taschengeld: Bis zu 423 Euro monatlich (Stand 2024), abhängig von der Einsatzstelle.
  • Sozialversicherung: Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung werden übernommen.
  • Urlaub: In der Regel 24 bis 30 Tage pro Jahr.
  • Pädagogische Begleitung: Teilnahme an Seminaren und Fortbildungen zur persönlichen und fachlichen Entwicklung.

Vorteile des Bundesfreiwilligendienstes

  • Berufliche Orientierung: Der BFD bietet Einblicke in verschiedene Berufsfelder und kann zur Entscheidungshilfe für zukünftige berufliche Wege werden.
  • Persönliche Entwicklung: Freiwillige stärken soziale Kompetenzen, lernen Verantwortung zu übernehmen und erweitern ihre Lebenserfahrung.
  • Gesellschaftlicher Beitrag: Durch den BFD tragen Sie aktiv zur Verbesserung und Unterstützung der Gesellschaft bei.

Fazit

Der Bundesfreiwilligendienst ist eine wertvolle Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln, berufliche Orientierung zu finden und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Er bietet eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten und unterstützt Freiwillige umfassend während ihres Engagements.


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Foto von Clay Banks auf Unsplash